: Camping Slatina, Insel Cres
Der Platz
ist ein wunderschöner Campingplatz, der sich in allererster Linie für Familien mit Kindern aller Altersstufen anbietet. Der Platz liegt auf der Insel Cres und damit relativ nah an Deutschland. Andererseits wiederum so abgeschieden, dass nicht das Gefühl von Massentourismus wie in Istrien oder am Festland aufkommt. Der Platz ist riesengroß und wird professionell bewirtschaften. Er teilt sich in drei Bereich: zu mietende Bungalow zur Linken, Plätze, die ordentlich parzelliert sind mit Wasser- und Stromanschluss (an einen Reiseveranstalter verpachtet) und in der Mitte ein gestuftes Areal mit freier Standplatzwahl.

Die offizielle Seite:
http://www.camp-slatina.com
ausAuf die Insel Cres gelangt man über zwei Routen: Route 1 führt über die Insel Krk (auf die gelangt man per Brücke), von der mit der Fähre übergesetzt wird. Diese Strecke ist bequem, weil gut ausgebaut und mit relativ wenig Steigungen. Nachteil: Sie ist eher langweilig. Bei Route 2 nimmt man die Fähre bei Brestova. Wer diese Strecke nie gefahren ist, hat in seinem Leben einfach was verpasst. Die Aussicht über die ganze Kvarner Bucht ist unbeschreiblich. Außerdem fährt man durch Opatja und andere Kurorte der Jahrhundertwende. Nachteil: extrem steil. Wir sind viele Kilometer hinter Rennradfahrer her gekrochen, weil wir nicht genug unter der Haube hatten, die zu überholen. Mein Tipp: hin über Krk, weil man einfach nur noch ankommen will, zurück über Brestova, um sich zum Abschluss noch mal die volle Ladung Landschaft zu geben.
ausIch will den weitaus größten unparzellierten Mittelteil des Platzes beschreiben, weil nur der uns interessiert hat. Der Platz ist in recht breiten Stufen angelegt und weitgehend dicht bewaldet. Je weiter man nach unten ans Wasser kommt, wird es immer enger, die Wagen immer kleiner und es dominieren Zelte. Durch die Terrassen ist es aber meist nicht möglich, dass einem Nachbarn auf die Pelle rücken und selbst im August, wenn es knacke voll ist, kommt nicht das Gefühlt von Platzangst auf - weil es schlicht nicht geht.
ausDas Publikum bestand im Sommer weitgehend aus Familien mit Kindern, sehr viele aus Deutschland/Östereich und natürlich Italien. Das ist zwar nicht sehr cool, hat aber den riesengroßen Mehrwert, dass die eigenen Blagen, egal ob Kindergarten oder Pubertät, ziemlich sicher und auch schnell Anschluss finden. Das entspannt den elternlichen Urlaub ungemein.
ausDer Platz ist steil, wer weiter oben steht, muss mächtig steigen.

Die Sache ist recht simpel. Viele Plätze sind - als Stellplatz eher ungeeignet. Weil nicht gerade und mit kräftigem Gefälle. Aber - von der Lage, dem Platz und der Aussicht ein absoluter Traum. Wohl dem, der das im wahrsten Sinne des Wortes ausgleichen kann. Ein wendiger Touring ist eines, eine Möglichkeit, den ins Blei zu legen, eine andere. Ich habe das mit den Stützen gemacht (ein Rad hing 15 cm in der Luft). Ist nicht gut, habe ich gelernt. Aber es gibt Hilfsmittel. Wer die dabei hat, ist klar im Vorteil.
ausWer unten steht, hat Blick aufs Wasser. Letztendlich sind es aber für alle auch nicht mehr als 500 Meter. Ein Grund für unserer Vorliebe für Kroatien.
ausLeider gibt es nicht nur Positives zu berichten. Der Platz hat sich in den letzten Jahren nicht unbedingt zum Positiven entwickelt, genau genommen immer mehr in Richtung 0815-Campingplatz mit reservierbaren Parzellen, so wie der Ottonormal-Camper das eben liebt: So sah unser Stellplatz 2007aus...
aus...und so 2011
ausimmer öfter hängen diese dämlichen Ketten und Schilder zwischen den Bäumen
ausDiese Entschuldigung sagt eigentlich alles, wohin die Reise geht
ausEntschuldigt wird sich für dieses wunderschöne alte Steingebäude, das innen blitzesauber ist, massive Holztüren aufweist und camperplatz-typisch einfach zu reinigen ist. Ich habe erlebt, wie ein natürlich deutscher Camper sich erregt hat, dass Warm- und Kaltwasser nicht standardisiert links und rechts am Hahn bedient werden konnten.
ausErsetzt werden diese Anlagen durch moderne Häuser, meiner Meinung auf hotelstandard. Mir ist nicht ganz klar, wer Kunststoffkabinen als Dusche braucht und auch keine Waschtische aus Palisanderholz. Wer es bezahlen wird, ist klar, jedes Jahr gibt es fette Preisaufschläge.
ausAber genug gemeckert, den Kindern gefällts, es gibt Duschen für die Kurzen, ...
aus... und eine solche Aussicht beim Spülen hat man auch nicht alle Tage!
ausEine kleine Bar am Wasser, die sich durch das Fehlen einer Beschallungsanlage auszechnet.
ausEs folgen Ansichten der Stellplätze.
ausZum Schluss noch mal unser Troll.
ausDie Platzverwaltung bietet den Service an, den Wagen auf seinen Traumplatz ziehen zu lassen, und vorallem wieder weg. Ich habe einen A6 scheitern sehen und nach dem ersten Versuch und durchdrehenden Rädern den Traktor geordert.